Waldtag

Jeden Dienstag ist Waldtag. An diesem Tag gehen die Kinder meist vor dem Frühstück in den Wald und verbringen dort den ganzen Tag bis zum Mittagsessen. Die Naturmaterialen sind das einzige Spielzeug. Unsere Waldpädagogin arbeitet nach:

Metsämörri

Es handelt sich hierbei um eine Waldpädagogik, welche aus Schweden kommt und in vielen Ländern gelebt wird. Gösta Frohm hat 1957 die Geschichte vom Skogsmulle (so heißt er in Schweden) erfunden und seitdem weiterentwickelt. In Deutschland gibt es auf jeden Fall in der Nähe von München einige Metsämörri-Gruppen (die heißen bei denen aber Waldmulle, während wir hier die finnische Variante übernehmen).

Ursprünglich war es erst einmal für die Vorschüler gedacht, mittlerweile wurde es weiterentwickelt und es gibt Programm für die Jüngeren, aber auch für Schulkinder. Metsämörri hat jetzt auch Freunde – welche in den Bergen, im Wasser und im All wohnen – bekommen, die wir sicherlich auch kennenlernen werden.

Metsämörri ist eine Fantasiefigur, die im Wald lebt und die Kinder zum Spielen, Singen und Erzählen anregt. Es geht nicht darum, jede Pflanze mit dem biologisch korrektem Namen anzusprechen, die Botschaft von Metsämörri ist „Geht behutsam mit der Natur um!“ und damit verbunden lernen die Kinder natürlich auch viel über die Natur.

Draußen sein bei jedem Wetter wie Metsämörri und sich dort wohlfühlen ist ein wichtiger Bestandteil dieser Waldpädagogik, hierfür ist natürlich auch die richtige Ausrüstung wichtig (wetterfeste Kleidung und der Rucksack mit Zubehör).
Das Leben in der Natur erfahren, neugierig sein, etwas untersuchen und erleben was passiert. Die Kinder sollen mit allen Sinnen durch den Wald gehen und sammeln, vergleichen und sortieren, sich Wissen aneignen, Vorgänge hinterfragen.

Auch im Wald ist es möglich, alle Bildungsbereiche abzudecken. Schon bevor wir richtig losgehen begrüßen wir uns, zählen wer da ist und singen unser Metsämörri Lied. Unterwegs werden Spiele gemacht, um den Weg zu verkürzen, und wenn wir dann am Wald angekommen sind, dann suchen die Kinder einen „Waldschlüssel“, um in den Wald gelassen zu werden. Dieser Schlüssel kommt aus der Natur und ist mit einer Aufgabe verbunden. Die Kinder sollen etwas hartes, grünes, frühlingshaftes etc. suchen, je nachdem wie die Aufgabe gerade ist.

Im Wald werden die Rucksäcke gesammelt und die Kinder dürfen zuerst frei spielen. Später kommt Metsämörri dazu, oder er schreibt einen Brief mit einer Aufgabe und nach der Aufgabe wird gemeinsam gefrühstückt. Meistens folgt dann noch Freispiel, bevor wir uns auf den Weg zurück in die Kita begeben.

Die Aufgaben, die Metsämörri den Kindern gibt, können sehr unterschiedlich sein. Ein Kitajahr (oder wenn man ganz neu anfängt mit dieser Waldpädagogik) fängt traditionell mit dem Märchen von Metsämörri an, aber später folgen dann Aufgaben z.B. zum Stärken des Sozialverhaltens, bei dem die Kinder sich in Kleingruppen Hütten bauen sollen, oder es wird kreativ gearbeitet und die Kinder gestalten Waldbilder, Sinnesschärfung wenn wir „Fernsehen schauen oder Radio hören“, Mathematik wenn wir zählen, wieviele Ameisen über dem Baumstamm krabbeln ….. der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Hoi kolikok! (so begrüßt und verabschiedet sich Metsämörri), Ich hoffe, wir werden viel Spannendes im Wald erleben!

 

Stehen Ausflüge an, werden diese auch meist auf den Dienstag gelegt.

     

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